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Kinderaktion für die Moschee in Dormagen 

Kinderaktion für die Moschee in Dormagen

Dormagen mit widerlichen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert. „Heil Hitler“, „Ab ins KZ“ und viele weitere derartige Aussagen mussten die Muslime und ihre Kinder lesen. Wir sind Sonntag auf dem Weg zur Arbeit an der Moschee vorbei gefahren und waren fassungslos und wütend über diese feige und verachtenswerte Aktion. Wir wollten das nicht hinnehmen und etwas tun.

Im Laufe des Nachmittags ließen wir die Bilder ein bisschen sacken und abends war uns klar, wir wollen nicht nur was tun, wir werden was unternehmen. Klaus Güdelhöfer vom Jugendbüro der Stadt Dormagen war abends noch für uns erreichbar und gab uns den Tipp uns an den Vorsitzenden des Ausländerbeirats Mehmet Güneysu zu wenden. Wir schrieben ihm direkt eine Email. Unsere Idee, wir basteln mit Kindern bunte Bilder, die dann über die Schmierereien geklebt werden. Hässliches mit Schönem überdecken und der muslimischen Gemeinde und besonders ihren Kindern zeigen, dass Sie nicht alleine sind mit diesem Mist.

Montagvormittag kam dann ein Rückruf von Herrn Güneysu. Der Vorstand der Moschee würde sich sehr über die vorgeschlagene Aktion freuen und man würde uns gerne begrüßen. Neben der neuen Moschee gibt es eine alte Moschee, deren Teeküche man uns gerne zur Verfügung stellen würde. Der Termin war in Windeseile abgemacht und schwups da war sie die Nervosität. Kommt da einer? Schaffen wir es bis Dienstag genug Kinder zusammen zu trommeln, damit es Sinn macht? Reicht das Bastelmaterial, das wir gerade auf Lager haben?

Zeit alles zu organisieren hatten wir leider kaum. Wir waren den ganzen Tag bei einem Kindertag mit 111 Kindern in Köln gebucht und konnten uns nur in der Mittagspause um die weitere Organisation kümmern. Also flux einen Facebook-Beitrag geschrieben, erneut mit Klaus Güdelhöfer gesprochen und kurz mit der Polizei telefoniert, ob wir irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen beachten müssen.

Zwei Stunden später, wir kamen gerade aus dem Job, war schon alles in vollem Gange. Moschee und die Pressestelle der Stadt Dormagen hatten bereits die Presse informiert und die ersten Redakteure riefen an. WDR 2 machte eine Terminankündigung, dormago engagierte sich direkt und bei Facebook war auch so einiges los.

Heute um 13:00 Uhr trafen wir dann bei der Moschee ein. Mit Bastelsachen und Enthusiasmus bewaffnet und weiterhin nervös, ob einer kommt. Wir wurden herzlich empfangen, erst mal bekocht und dann packten die Leute von der Moschee gehörig mit an, so dass alles um 13:45 Uhr stand. Das war auch höchste Eisenbahn, weil die ersten Familien schon ankamen.

Wir haben uns völlig umsonst Sorgen gemacht. Es kamen massig Kinder mit ihren Eltern zum Basteln und Erwachsene, die mithelfen wollten. Es wurde gemalt, geschnitten, geklebt und alles danach mit Begeisterung an die Wände der Moschee geklebt. Das Geschmiere hatte eine Spezialfirma bereits einen Tag vorher entfernt, aber der Vorstand der Moschee wünschte sich das wir den Eingangsbereich gehörig bunt machen sollten. Das haben die Kinder getan. Am Ende war alles herrlich farbig!

Die Kinder freuten sich das Sie etwas tun konnten und alle waren stolz das Sie ein Teil dazu beigetragen haben, dass sich die Moschee mit ihrer Gemeinde in Dormagen willkommen fühlt.

Doch die Botschaft blieb nicht nur vor Ort, sie wurde auch von den zahlreich erschienenen Medien weiter ins Land getragen.Sat 1 war da und machte einen Beitrag und auch der WDR war da und zeigte eine kurze Zusammenfassung in der Lokalzeit.

Um 15:00 Uhr führte uns Dursun Pekdemir, der Vorsitzende der Moschee, noch durch die alte Moschee. Wir durften in die Gebetsräume, einem Gebet beiwohnen und alles genau unter die Lupe nehmen. Spannend und schön war das! Am Ende gab es dann noch (toootaal) viele Süßigkeiten für uns und das tolle Gefühl neue Freunde gefunden zu haben.

Herrn Pekdemir hat übrigens mehrfach betont, dass die Moschee jederzeit für jeden Interessierten geöffnet ist: „7 Tage rund um die Uhr, jeder ist jederzeit Willkommen“, sagte er. Im Neubau der Moschee werden später die Gebete sogar ins Deutsche übersetzt, damit man auch folgen kann, wenn man kein türkisch spricht.

Wir wissen nicht, vor wem oder was sich die Leute, die sich Samstagnacht mit Spraydosen auf den Weg gemacht haben, fürchten. Wir können nur aus vollem Herzen sagen, das wir erwartungsgemäß heute viele tolle, warmherzige, gastfreundliche und lustige türkische Menschen getroffen haben. Wir hoffen sehr, dass den türkischen Familien nicht nur in unserer Gemeinde künftig Derartiges erspart bleibt.

Fotos: Torbografie 

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